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Friederike Schmöe

Wieweitdugehst

Wiesnkrimi

Seiten: 227  Paperback
ISBN 978-3-8392-1098-7
9.90 EUR (D)

Erscheinungstermin: Juli 2010


Wiesn-Morde

Auf dem Münchner Oktoberfest wird ein 14-jähriger Junge in der Geisterbahn ermordet. Ghostwriterin und „Wiesn-Muffel“ Kea Laverde beleitet ihren Freund Nero Keller, Hauptkommissar im LKA, bei den Ermittlungen. Dabei trifft sie auf Neta, die beruflich Kranken und Trauernden Geschichten erzählt, um deren Schmerz zu lindern. Als auf Neta ein Mordanschlag verübt wird, versucht Kea den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Sie stößt auf einen Sumpf aus Gier, Lügen und unerfüllter Liebe….

Szenekrimi mit wenig Szenerie

*****

Was fehlt zur Wiesn’zeit in München?
Eigentlich nur Hendl- und Biermarken. Bisher….
Jetzt kann man sich pünktlich zur 200-Jahrfeier auch noch den Wiesn-Krimi reinziehen…

Ideal, schließlich geht es ja nicht jeden Tag aufs Oktoberfest… (in Zeiten der abklingenden Wirtschaftskrise…).

Also nichts wie her mit dem Alternativprogramm und mitten rein ins Geschehen:

MORD in der Geisterbahn!

Und natürlich involviert ist die Protagonistin Kea Laverde, eine sich zur Zeit eine Auszeit nehmende Ghostwriterin mit dem Hang zu kriminellen Verstrickungen. Doch wem galt der Anschlag?

Dem jugendlichen Opfer? Den ebenfalls geisterbahngefahrenen Kripobeamten und somit auch Keas Lebensgefährten Nero? Oder der alten Dame, die plötzlich alleine mitfahren musste? War es die Tat eines einzelnen oder war es ein terroristischer Hintergrund? Warum musste der Junge sterben?

In ihrer gewohnt flotten Art lässt uns Friederike Schmoe zusammen mit der gewohnt sympathischen Kea Laverde rätseln, bangen und leiden.

Wie eingangs erwähnt fand ich den Hintergrund ausgesprochen nett. Auch die Wiesn-Muffeligkeit der Alteingesessenen wurde nett erzählt. Ein klein wenig fehlte mir aber die Begeisterung , die einen überkommt, wenn man sich als Münchner dann doch überwunden hat. Wie man über die Menschenmassen staunt, die augenscheinlich nur eines vereint: traute Bierseligkeit. Und wo blieben die B-Promis, die sich auf dem Oktoberfest tummeln um mal wieder 5 Minuten Ruhm abzugreifen?

Und dann noch eine Frage an die Autorin: Wie heißt ein um Hilfe schreiendes Ferkel auf schwäbisch? - Notrufsäule.(Die gibt es auf Bayerns Autobahnen fast überall und deren Nutzung wäre ein klein wenig plausibler als die Rettung durch Produktplacement in eigener Sache….)

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